Samstag, 17. Januar 2015

Sehenswürdigkeiten Weimars/Schillers Wohnhaus

Eine Frage: Warum reizt es uns fremde Wohnungen anzuschauen?
Ist es immer noch, dieses verfluchte "vergleichen"? Mal sehen, ob er schöner, eleganter wohnt als ich? Hier...mein Auto, mein Haus, mein Swimmingpool...und so weiter. Den Werbeslogen...über den jeder lacht, aber dennoch als dominantes Lebensziel festhält?
Ich hätte gedacht, daß ich das schon längst überwunden hätte. In unserer Villa herrschen ganz andere Regeln: Alle für einen, einer für alle! Okay, aber warum reizt mich es dann immer noch fremde Wohnungen zu beäugen?
Nur die Neugierde!? Zugegeben, eine Wohnstätte sagt schon viel aus, über einen Menschen. Man sagt : "Zeig mir deine Wohnung und ich weiß, wer du bist." Dabei bin ich gar nicht der typische Frauenzeitschriftblätterer.  Nicht mal im Warteraum meines Zahnarztes! Aber...
so eine Wohnungseinrichtung ist spannend. Tatsache ist und das kannste glauben: Kicher. Die erstbeste Möglichkeit "Komm herein!" und schwups...Da kommt meine Neugierde schneller als meine Füße hineinstolpern können.
Eindrücke beim Besichtigen bleiben internsiver haften...ah ja, ich erinnere mich gut an:
Wolfgangs Amadeus Mozarts wahrscheinlich teuerste Wohnung, die er sich je leisten konnte. siehe meinen--->WienerBericht.
Mitsamt diesen Überlegungen ging ich nun hinein ins Schillerhaus. Das erste Wohnhaus in Weimar, was ich besichtigen wollte. Ein Tag später stand Goethes auf meinem Wunschzettel.
Im Nachhinein kann ich berichten, daß die Reihenfolge der Besichtigungstour perfekt war.
Denn, wenn ich Schiller`s schön fand, Goethe`s fand ich noch prächtiger. Naja, kein Wunder. Goethe hatte einen besseren Start im Leben und ein finanziell gut gestellten Posten in Weimar.
Jedes Kind in Baden-Württemberg weiß, daß Schiller aus  Stuttgart vor seinem Landesherr Carl Eugen floh. Er hatte ihm das Schreiben verboten, kurz zuvor wurde er bekannt durch sein Drama Die Räuber. Kein Geld, als Desserteur auf der Flucht, so verließ er sein Vaterland und noch schlimmer seine Familie.
Was hätte ihm wohl drohen können? Die berüchtigte Festung Hohenasperg? Übrigens, das Gefängnis kann man heute noch besichtigen (siehe meinen -->Bericht)
So ähnlich,Gedanken versunken, lauf ich durch das Schillerhaus. Nur wenige Jahre,nachdem er dieses Haus kaufte, starb er in seinem Arbeitszimmer.
Ansatzweise kann ich in der mittleren Etage die Entstehungsgeschichte seines letzten Dramas Wilhelm Tell mitverfolgen. Anhand von Dokumenten wird erläutert, wie ernst er die historische Vorlage studierte. Das alles ohne Internet? Herrje! Erst als er meint sich auszukennen, begann er die Vorlage zu einem Drama zu verarbeiten. Wilhelm Tell ist ein interessantes Thema. Zum Beispiel wurde es am Anfang von den Nationalsozialisten als "Führerdrama " missbraucht. Aber ab 1941 wurde es von Hitler persönlich verboten. Da kann ich nur sagen. "Kommt immer auf die Sichtweise an" eines meiner Lieblingssprüche.
Das schönste an einem Museum ist, daß man Stoff zum Nachdenken findet. Das war so auch.
Schreibwerkstatt im Schillerhaus
Schreibwerkstatt/Sandstreuer
In diesem Sinne möchte ich meine anderen Weimarerlebnisse vorstellen:
(1)Weimars Sehenswürdigkeiten/Spaziergang durch den Ort -->Link
(2)Sehenswürdigkeiten Weimars/ Goethes Wohnhaus +Nationalmuseum -->Link
(3)Sehenswürdigkeiten Weimars/Goethe und Schillerarchiv -->Link

Weimars Sehenswürdigkeiten/Spaziergang durch den Ort

Städte wie Hamburg, Berlin, München, Dresden...diese muß man als Deutscher kennen, daß ist schon wahr. Aber Weimar, ein winziger Punkt auf der Landkarte, was soll ich da?
Stimmt, beim Betrachten einer Deutschlandkarte liegt er mitten im Herzen Deutschlands.
Ach, diesen Ort kann ich immer noch besuchen, fahren wir lieber nach Kairo....
Ich gebe zu, auch ich habe so gedacht bis ich unverhofft für 3 Tage dort "notstrandete". Warum? Wegen Georg und Purzel - die beiden Schlawiner! Mehr im --> Video
 
Ich genoss also "gezwungenermaßen" die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre des kleinen Städtchens und bin begeistert...Weimar trug ein so wichtiges Kultur-und Gedankengut vor langer Zeit. Erstaunlicherweise ist dies immer noch präsent. Anhand gut erhaltener Gebäude und nicht zuletzt mit Hilfe modernster Museumskonzepte wird einem das schnell bewußt.Wow..!
Weimar hat ein vielseitiges spannendes Geschichtspotenzial. Ähnlich wie in Nürnberg, nur Nürnberg hat 8mal mehr Einwohner. Ganz paradox, du läuft durch ein kleineres Städtchen, was aber bedeutender ist als Nürnberg und Co. He, aber nichts gegen Nürnberg. Eine schöne Stadt! Ich berichtete 2013 -->LinkvonMai und -->LinkvonSeptember .
Ich laufe also eines späten Nachmittags durch die Innenstadt. Da hat der gewohnt, dort geschah dies, beachten sie bitte dieses Gebäude und jenes. Schnell gleitete ich in einen Sog hinein. Ständig prasselten interessante Fakten, Brocken aus Literatur und Kultur, bekannte Namen aus den verschiedensten Epochen "hernieder"(würde Goethe schreiben). Lange Bitten war nicht nötig,ich vertiefte mich die folgenden 2 Tage in:
(1)....mittelalterliche Zeiten:
Übrigens 1628 gestand der Landesvater Herzog  Johann Friedrich von Sachsen-Weimar im Kerker, daß er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hätte. Einen Tag später wurde er tot in der Zelle aufgefunden.Es kam nicht zu einem Hexenprozeß.Also auch Adlige.Aha, ich mußte mein Bild von Hexenverfolgungen revidieren.
(2)....das "goldene Zeitalter" der Weimarer Klassik:
entwickelte sich durch die musischen Interessen der junge Witwe Herzogin Anna Amalia und deren Sohn Prinz Carl August.
Na, die Schreckensbilder 2004 von der Brandnacht der Amalia Bibliothek kennt wohl jeder. Spätestens ab da auch die Bibliothek. Genau in diesen und den umliegenden Gebäude Weimars versammelte sich die Elite aus Kultur und Wissenschaft.Zum Beispiel.Wieland war der Erzieher und Lehrer von dem zukünftigen Herzog Carl August. Goethe wohnte 50 Jahre und Schiller seine letzten Lebensjahre in Weimar. Bilder-->Abendgesellschaft der Herzogin Anna Amalia symbolisieren den freien Geist. Ihr Sohn tat es ihr später gleich. Erstaunlich, die Gelernten in dem kleinen Herzogtum mit weitaus weniger Haushaltsgeld als anderswo halten zu können. Oder gerade deshalb?
Selbst von der Gemählin Carl Augusts, Herzogin Luise, sei überliefert, daß sie sich gegen Napoleon gestellte haben soll, um weitere Plünderungen in Weimar zu vermeiden.Und dann gibt es noch das Haus der Charlotte von Stein. Briefe von Goethe an Charlotte "...meine Schwester oder meine Frau...".Bemerkenswert finde ich,daß man sie nach 230 Jahren noch lesen kann (und darf. Privatphäre?!)Kleine Kostprobe-->Link. Wo, liebe Leser sind unsere Liebesbriefe? Etwa in Emails, in WhatsApp Nachrichten...weg für immer. Ist das gut oder schlecht?
(3)...Später macht Weimar durch das "Silberne Zeitalter" von sich reden.(Franz Liszt, Richard Wagner)
Übrigens...ein Jahr versuchte sich hier Marlene Dietrich im Geigenunterricht, bevor sie ein UFA Star wurde.
(4)...die Zeit der Weimarer Nationalversammlung. Die Hoffnung auf einen Neubeginn in Deutschland nachfühlbar in einem Stummfilm(zu sehen im Stadtmuseum), wie Stolz  die Abgeordneten vor der Kamera posieren bevor sie ins Deutschen Nationaltheater hineingehen.
Wenn sie wüßten, wie sich Deutschland entwickeln wird...denke ich dabei.
Zwei Schritte weiter liefert das Stadtmuseum gleich ein Beispiel.DAS BERÜCHTIGT -->BadehosenFOTO von 1919 und deren Auswirkungen wäre schon eine dieser Entwicklungen. In der Zeitung ist der gerade vereidigten Reichspräsidenten Friedrich Ebert zu sehen. Gestern wie heute. Die Macht der Medien.
(5)...Ein dunkles Kapitel wäre die Zeit der Nationalsolzialisten. In und um Weimar. Ein Rundgang durch Weimar, so entdecke ich
hier war ein Judenhaus(Ghettohaus) Brühl 6,Weimar .Und dort war das Gauforum. KZ Buchenwald habe ich als Jugendlicher noch in Erinnerung. Pflichterfüllend, dem Gehorsam durch sozialistische Erziehung eingetrichtert bekommend, wurden wir im Klassenverband über die schrecklichen Taten der "Kapitalisten" an den Juden aufgezeigt. Nur, damals wurde nichts erwähnt von einem Speziallager, was unsere "sowjetischen Brüder" bis 1950 betrieben.
Übrigens...gab es den Lampenschirm aus Menschenhaut wirklich? Hier -->mehr dazu.
Kennst du von Häftlingen bezeichnete ironische gemeinten Ausdruck--> "Goethes Eiche"?
Und so weiter und so weiter...so verbrachte ich 2 Tage mit lesen, recherchieren, Museen besichtigen,spazieren gehen.
Kurzum: Weimar ist sehenswert!
Darüber hinaus regte es mich an, über all diese Facetten unserer Geschichte und deutschen Literatur intensiver nachzudenken. So ergab es sich, daß ich nach dem Besuch ständig in Bibliotheken anzutreffen war und bin.Oder kennst du die Geschichte von Faust noch? Sind die Werke von Goethe und Schiller echt nicht nur erfundenes Zeugs, sondern historische Begebenheiten? Handschuh zum Beispiel?Solch alte Schmöker. Brauchen wir das fürs 21.Jhd.noch? Schiller war gefeiert von den Nazis, sein Drama "Wilhelm Tell" gar als "Führerdrama" betitelt, aber  ab 1941 wurde es verboten.Warum wohl?
Weimar symbolisiert anschaulich vielseitige deutsche Geschichte, darum würde ich neben  einem Reiseführer, zusätzlich auf ein anderes Buch verweisen: "Zeitreisen zu Fuß in Weimar". Hier gehts um wissenwerte Fakten, Anekdoten, aussagekräftigen Bildern,Textausschnitte rund um Weimar.
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Unterkunft:
Mein Hostel empfehle ich gern weiter (eigenwillige individuell Gestaltung der Zimmer, Gemeinschaftsküche, angenehme unkomplizierte Atmosphäre,beste Lage, nettes Personal). Es war mir ein Vergnügen zwei Nächte übernachten zu dürfen.-->Hostel Weimar
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In weiteren Beiträgen berichte ich mehr über
(1) Goethes Wohnhaus mit Goethe-Nationalmuseum siehe -->ManuLink
(2) Schillers Wohnhaus mit Schillermuseum siehe -->ManuLink
(3) Schiller-und Goethearchiv siehe -->ManuLink

Freitag, 16. Januar 2015

Auf und davon!(Georg und Purzel)

Es begann wie im Märchen.
"Es war einmal" nein eher so:
Da wollten zwei auf Reisen gehen.
Sie schlichen sich aus unserem Haus.
Der EINE besorgte das Ticket.
ER war es...der stundenlang aus dem Zugfenster schaute.Die echte Welt da draußen war viel zu spannend für ihn.
Anfangs fand der ANDERE die Fahrt genauso aufregend. Um so mehr als...
er den Reizen einer eleganten Damenledertasche erlag. Dabei soll er sich wohl ziemlich albern verhalten haben, wenn ich den Beschreibungen des Ticketkäufers überhaupt noch glauben mag.
So verging der halbe Tag.
Beide stiegen mal in den einen Zug,dann wieder in einen anderen.
Irgendwann plagte dem ZWEITEN aber doch das schlechte Gewissen.
Jesses!Einfach so ausgebüchst zu sein...

Nach einigem Bitten sendete der ERSTE folgende Botschaft an uns:
Hey, Manu Mimi Marie!
Übrigens, wir sind hier! Ratet mal wo.
Könnte uns jemand abholen?
Grüße von Georg und Purzel
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Anmerkung von uns DREIEN
Manu Mimi und Marie.
Dürfen wir  vorstellen unsere Flüchtlinge:
Der eine war Purzel unser WohngemeinschaftsPC und treuer ReiseComputer.
Der andere war Georg ein neues Mitglied nämlich ein leichter  schlanker ReiseRucksack.
Ab heute in Ungnade gefallenen Reisebegleiter.
Ihr fragt,wo wir die beiden abholen mußten? Tja...Im Video gibt es einen Hinweis und demnächst auch einen weiteren Beitrag,denn Manu hat den Ort dann auch gleich besichtigt.
Anmerkung:
Außerdem hat Manu diese Vorfall zu einem Video inspiriert, viel Spaß beim Anschauen.

Wir bedanken uns für die Gemafreie Musik im Video von www.cayzland-music.de

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der etwas "andere" Weihnachtsmann


Typisch Mimi,
dies sahen wir,
dies fotografierten wir,
dies berichten wir...
Typisch Mimi, so ist unsere Mimi und so lieben wir sie auch.
Mehr dazu im Video.Viel Spaß dabei wünschen
Manu und Marie aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie"

Wir bedanken uns für die Gemafreie Musik im Video von www.cayzland-music.de


Sonntag, 21. Dezember 2014

Chaos kurz vor Heiligabend

Was ist denn hier los?
Bericht von Manu aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie".
Unseren Beinamen VillaKunterbunt triffts heut im besonderen Maße. Nämlich, weil...
Ich war nur eine Woche auf Geschäftsreise. Komme mitten in der Nacht gestern abend nach Hause.Und stolpere über ein wildes Durcheinander im Wohnzimmer. Gewundert habe ich mich schon längst, daß Marie ihren letzten Beitrag über Italien noch nicht veröffentlicht hat...ja...nun wird mal klar warum...
Jesses. Da komme ich mir vor wie eine strenge Mutter, die ihre Kinder rügen muß am Frühstückstisch heute morgen....Jesses.Dabei weiß ich genau, daß beide spannende Projekte derzeit laufen haben, die unsere Leserschaft bestimmt interessieren würden....aber nein...
Was führen Marie und Mimi noch im Schilde? Stück für Stück zwischen Cappuccino und Müsli muß ich erfahren, daß dieses "kreative" Chaos wohl schon seit einer Woche vorhanden sei. Und...daß ich nichts weiter erfahren werden! "Ätsch"...meinte Mimi mit frechem Grinsen im Gesicht
Wobei...dies muß ich zugeben...ähm..mich nicht das Chaos verärgert, sondern eher...ähm(räusper) die sperrlichen Informationen...worum es hier geht= argo neugierig macht und sie mich wohl weiterhin im unklaren lassen wollen.
"Lass dich überraschen...Thema beendet" hieß es nur. Mhhh....
Immer s´diese Heimlichkeiten.Jesses.
Gruß von uns Dreien aus "UnsererChaosVilla Manu-Mimi-Marie"

Sonntag, 7. Dezember 2014

Flashwichteln 2014

Hallo liebe Leser. Hier ist die Mimi.Ihr könnt meinen Bericht lesen oder anhand meines Videos mithören.Viel Spaß dabei....
16 Uhr zur gleichen Zeit: Flashwichteln in fast ganz Deutschland.
20min vor 16 Uhr:
Bin am Treffpunkt Charlottenplatz angelangt. Diesen Ort muß man sich als eine starkreflektierte U-Bahnstation in der Innenstadt Stuttgart vorstellen.Hier bewegen sich Menschenströme links, rechts, kreuz de quer, da sich mehrere U-Bahnlinien in zwei Ebenen und darüber die Hauptverkehrsstraße der Großstadt befindet.
Ich komme also an...und sehe da zwei Männer zusammenstehen. Ich sichte eine große Kamera. Ob die eventuell auch? Nein...noch besser...das sind bestimmt die Initiatoren!
Die Vermutung liegt nahe, weil eben keiner sonst hier steht. Die meisten hetzen durch die Unterführung mit offensichtlich anderen Zielen.
Mein Plan ist schnell geschmiedet...pirschen wir uns den Männern von der anderen Seite heran.
17min vor 16 Uhr:
Ich komme ins Gespräch mit ihnen. Sie sind nicht die Organisatoren. Och,nur die Presse und wissen nicht so recht,ob sie richtig informiert seien.Wir beratschlagen zusammen.
15min vor 16 Uhr:
Ich werde interviewt. Ähm…also,wenn ihr in der Zeitung lesen solltet von mir…Ich bin die Manu von 18Jahren.Räusper…Okay okay, nach der Veranstaltung  revidierte ich mein Alter auf 38Jahren.
11min vor 16 Uhr:
Während wir uns unterhalten…sehe ich plötzlich drei Frauen gegenüber auf der Bank sitzen. Die eine, scheint ein Geschenk hinter sich zu verstecken.Ist das ein ernstzunehmender Hinweis? Immerhin haben wir Advent, Wochenende, neulich Nikolaus, Geburtstage…gibt recht viele Gründe ein Geschenk mit sich zu führen.
9min vor 16 Uhr:
Als ich spontan in die andere Richtung hinter mir schaute, standen schlagartig vereinzelt kleinste Menschengrüppchen verdächtig in einem Radius von 10 m am Treffpunkt. Seltsam, weil es sonst keinen Grund gibt hier stehen zu bleiben,außer…wenn man weiß, daß in einigen Minuten hier etwas entscheidendes passiert.
7min vor 16 Uhr:
Viele Augen schauen zu uns. Denken sie eventuell…wir sind die Veranstalter? Wenn sie wüßten?Denn das gleiche vermuten wir von ihnen. Die drei Frauen gegenüber von der Bank kommen zu uns  rüber.
Wie verläuft die Aktion, wollen sie wissen.
Die Presse nutzte die Situation zu einem weiteren Interview.
4min vor 16 Uhr:
Ich war frei und konnte mich intensiv mit der Frage beschäftigen…Wer hier wohl gibt den angekündigten Startschuss?? Ein Rundblick gibt Gewissheit: Dies fragen sich wohl alle.
1min vor 16 Uhr:
Plötzlich ging alles ganz schnell. Ich fragte eben noch meinen Nachbarn, wie spät es denn eigentlich sei.
Da…ein scheinbar ganz unauffälliges zierliches Persönchen legte ihr Geschenk in die Mitte der Menschenansammlung auf die Erde.Wie? So einfach ?
Nun  kam Bewegung rein. Ja, es hat geläutet, hieß es plötzlich irgendwoher.
Zwar leise,aber sie hat da so ein kleines Glöckchen in der Hand, hörte ich aus der gleiche Ecke.
Langsam,etwas unsicher  stellte jeder sein Wichtelpäckchen in die Mitte und ging zurück. Gemeinsam betrachteten wir unseren Kreis.Kurzes Innehalten.
Unerklärlich...Wir lachten uns an. Dann ein verschwörerisches Grinsen.
Die Situation war urkomisch. Die kleinen und die großen nett verpackten Geschenke auf dem nackten Steinboden mitten in der Unterführung der U-Bahnstation Charlottenplatz in Stuttgart über uns das Menschengewimmel des Stuttgarter Weihnachtsmarktes ,hier zusammenstehend mit fremden Menschen in einem Kreis…also das war schon ein seltsames Gefühl!
Nach dem zweiten Klingelton nahm sich jeder ein anderes Päckchen. Im Tausch.
Was nun? Mein Päckchen wollte ich erstmal nicht öffnen.Die Spannung war vorbei.Aber...
letzendlich kam eine neue Art von Freude hinzu. Das verborgene Geheimnis im Päckchen endlich zu lüften!
Ende?!
Nun denn...das war mein Bericht.Wie wir wissen...beim Happyend wird gewöhnlich abgeblend.
Nicht bei mir! Einige Minuten später…
Entgegen den Regeln eines Flashmops geht man SOFORT auseinander. Ich nicht.Dadurch lernte ich die Initiatorin(das erwähnte zierliche Persönchen) sowie noch anderen Teilnehmer kennen.
UND erlebten:
einen "MiniFlashwichtle".Solidarisch kamen wir einstimmig überein, daß im Schwabenländle nichts verschwendet wird. Somit führten wir mit drei  Nachzüglern,die sich sich verspätet hatten, die
uns nun schon bekannte Zeremonie ein zweites Mal durch.
Geschenke in die Mitte legen. Ein Klingelton. Alle drei durften sich ein anderes nehmen.Verfolgt von unserem Beifall lachten wir abermals verschwörerisch.
Das war ein Spaß!
Gemeinsam beschlossen wir…wir sehen uns wieder. Nächstes Jahr. Flashwichteln 2015.
Bericht von Mimi aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie"

Montag, 1. Dezember 2014

Nimm dem Künstler...und warte was passiert.

Neues aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie": Marie's Brief an einen Leser,den wir nach eingehender Beratung als Teilauszug veröffentlichen möchten, um unsere geringen Beiträgen dieses Jahr erklären zu können:
"...mein Schreibstil, den ich schmerzlichst vermisste. Vor einem Jahr gab es einen Vorfall in unserer Villa, die uns alle Drei zugleich...somit auch mich lähmten. Körperlich begannen wir uns schnell durch unser Gemeinschaftsempfinden zu erholen. Aber innerlich war etwas zerbrochen. Keiner sprach darüber, aber alle spürten es. Uns fiel es schwer, die Worte zu finden, um es zu beschreiben.
Worte, die wir auch in unserem Tagebuch plötzlich nicht mehr fanden. So vergingen die Monate in unserer Villa. So hatte auch ich...ein ganzes laaannges Jahr eine entsetzliche Schreibblockade...(nimm dem Künstler seine heiligen Instrumente weg und warte was passiert: das reine Entsetzen! Etwas später kommt die Ohnmacht.
Halte inne, lieber Leser!...und überlege für dich, was Oohhnmacht bedeutet.
Spürst du es? Fühlst du es? Siehst du es?
Du kannst an deiner Lage NICHTS ÄNDERN....oder doch?!
Vielleicht ist es wahr? Vielleicht kannst nur du selbst es ändern?
Nur du selbst…Nur du selbst…Du hast das Gefühl dich im Kreis zu drehen und kommst doch nicht von der Stelle.
Ein ganzes Jahr war das zwanglose Lachen in unserer Villa verschwunden. Verschwunden war auch die Hoffnung. Oder doch nicht? Ganz tief in uns war die Hoffnung niemals vergessen.
Nun denn…
seit ein paar Wochen spüre ich wie ein zartes Pflänzchen heran wächst. Ich wage es kaum auszusprechen. Ich will es nicht erschrecken. Mein lang vermisstes Schreibbegehren!
Seit ein paar Wochen entwerfe ich wieder Texte, Briefe.So, wie jetzt auch an dich.
Ich gehe zu interessanten Veranstaltungen und merke neuerdings auf dem Heimweg etwas reifen...
in mir...in meinem Kopf. Plötzlich sind Wörter da. Sachte bilden sich Sätze und komplette Texte.Ich will über das Erlebte berichten.Und spüre meinen Schreibtrieb wachsen. Ich fühle es.
Und dennoch wage ich mich nicht zu freuen...
Langsam… nur langsam...kommt das warme Licht in unser Haus zurück. Endlich!
...So wunderbar! Wir werden wieder eins DIE WÖRTER UND ICH..
Eine Geburt erschaffen aus einer Krise, aus der Asche...einer Katastrophe.
So, wie sich ein zarter Flechtenteppich am 200 Meter langen Abgrund des Vesuvs ausbreitet...
Ich habe es gesehen vor 6 Wochen in Neapel. Wenn die Natur nach einem schrecklichen Vulkanausbruch so etwas erschaffen kann...dann ist es doch möglich?! Oder nicht?
Ja, du siehst es selbst.Ansonsten wäre dieser Brief NIEMALS GESCHRIEBEN WURDEN.
Liebe Grüße von Marie aus "UnsererKünstlerVillaManu-Mimi-Marie"

Nachtrag von Manu und Mimi:
Wir danken, den Worten von Marie und sind erfreut, daß es uns allen ähnlich ergeht.
Möge, alles zum Guten sich wenden.
Und möge viele Menschen die Hoffnung nie verloren gehen.
Es lohnt sich daran zu glauben.