Dienstag, 29. September 2015

Sehenswürdigkeiten Südtirols/Meran außerhalb der Altstadt

Manu, Mimi und Marie besuchten im September Meran. Jeder hat dazu einen eigenen Blogbeitrag geschrieben. Hier nun Mimi`s Bericht:
Hi, ich wollte unseren Lesern mal aufzeigen, daß man nicht unbedingt die üblichen Trampelpfade der Touristen nachlaufen muß.
Das Obermaisviertel zum Beispiel ist bekannt als das Villenviertel von Meran. Die meisten Villen sind hübsch herausgeputzt. Vereinzelt warten welche aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Ach, könnte ich doch ein Prinz sein! Ich würde meinen Wohnsitz gern nach Meran verlegen. Solch ein Anwesen bietet viel Platz als  Wohn-und Treffpunkt für kreative Menschen...So, wie ich mit Marie und Manu bereits seit einigen Jahren in unserer KünstlerVilla zusammenlebe. Nur eben, in einer noch schöneren Gegend. Ach, wäre das schöön!

Im Video werdet ihr folgendes sehen:
Verschiedene Gebäude im Obermaisviertel von Meran. Auch das berühmte Schloss Trauttmansdorff incl.Touriseum mit ihren 80 Gartenlandschaften auf "nur" 12 Hektar (ca.12 Fussballfelder). Wunderschön anzusehen: die verschiedensten Baumarten, mit Informationsschildern für Ahnungslose wie mich. Ach, und da war noch...die "Botanische Unterwelt". Ich konnte es nicht lassen. Zweimal bin ich hinein. Eine dunkle , darum etwas gruselige, aber unterhaltsame Multimediashow. Man wurde als Gruppe an mehrere fantastisch bühnenartigen Stationen hingeführt. Auf geniale Weise  wurde mir dann dort die  Wichtigkeit des Wassers, der Erde, der Nährstoffe, des Wurzelwerkes und am Ende: des Lichtes vorgeführt.So wurde man auch verabschiedet...geht hinaus ins Licht.Und erinnert euch daran.Prädikat sehenswert!
In der Nähe des Eingangs zur Grotte sah ich  zum Greifen nahe überreife  Weintrauben. Auch anderen Besuchern  stand das Bedauern "im Gesichte" geschrieben, diese hier hängen lassen zu müssen.
Ach ja und zum Betreff "hängen lassen"?! Da fällt mir eine Hängelampe (siehe Foto) aus einer der vielen originellen Szenen aus dem Touriseum (das Landesmuseum für Tourismus) ein. Zu sehen ist im Museum 200 Jahre Geschichte in Tirol und Meran. Faszinierend bestaunte ich also diese Lampe: höhenverstellbar durch ein Strippenwirrwarr  von Lampe bis Lichtschalter. Zeitlos. Schlicht. Will ich haben! Jeden Tag zum Bestaunen...
Ein andersmal war ich überrascht ein Model der Halleschen Schutzhütte von der Sektion Halle aus dem Jahre 1897 auf dem Eissee-Pass(OrtlerAlpen) gegenüber zu stehen. Passend dazu ein Auszug aus der Hausordnung. Ordnung muß schließlich sein. Gemütlich hatten die Hallenser es sich gemacht, da oben in 3133m Höhe. Es fehlte an nichts: Küche, geschnitzte Vertäfelung  als Wandverkleidung und Gaslicht. Schon im darauffolgendem Sommer 1898 waren 2400 Besucher registriert. Im 1.Weltkrieg wurde sie vollständig zerstört. Auch das Thema Kriege und ihre Auswirkungen in Südtirol ist ein wichtiges Thema im Touriseum. Kopfschüttelnd beäugte ich Schwarzweißfotos und Filmausschnitte aus dem 1. Weltkrieg. Krieg bei Schnee, Kälte, extremen Höhenunterschiede. Unvorstellbar.
Anders empfand ich die Berichte, der damaligen Kinder der Gastgeber beim Erzählen des anfänglich aufkommenden Tourismus. Wie sehr wünschte sich manch Kind mehr Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen. Sie aber wiederum war froh für ein Zusatzeinkommen beim Aufnehmen von Privatgästen. Insgesamt sollte man einen Tag für Schloss Trautmansdorff und Touriseum einplanen.
Vom Schloss aus konnte ich zu meinem Hotel Schloss Pienzenau hinüber schauen. Tipp: Dort gibt es ein Bistro -->Link. Sehr schönes ruhiges Anwesen mit einem großen altehrwürdigen Park. Unvergesslich werden mir die warmen Abende im Park am Tisch sitzend im Kerzen-und Mondschein in Erinnerung bleiben.Schee wars! Ich komme wieder.

Wer Meran im September besucht, wird die Bauern bei der Apfelernte beobachten können.Leckere Äpfel aus Südtirol.Köstlich! So viele Äpfel rote, grüne, gelbe...Apropo Farben. Ich habe im Video mit Schwarz-weiß-Fotos spielen müssen, um den Kontrast zur tatsächlichen Realität aufzuzeigen. Wie farbenreich Südtirol ist, mag man sollst schwerlich glauben.
Fazit über Meran: Schönes Städtchen!
Viel Spaß beim Video anschauen....
Grüßle von Mimi aus "unsereKünstlerVillaManu-Mimi-Marie"
Ich bedanke mich für die Gemafreie Musik von www.cayzland-music.de




Montag, 28. September 2015

Sehenswürdigkeiten Südtirols/Meran

Manu, Mimi und Marie besuchten im September Meran. Jeder hat dazu einen eigenen Blogbeitrag geschrieben. Hier nun Marie`s Bericht:
Hallo liebe Leser, ich habe euch ein kleines Video zusammengestellt.
Da werdet ihr folgendes sehen:
das berühmte  Kurhaus mit der tanzenden Frauengruppe auf dem Dach,
die Promenade am Fluss Passer,wo einst schon Elisabeth von Österreich-Ungarn gewandelt ist.
Und meine Mehrmals-Gaudi-Fahrten mit dem Sessellift. Ich muß gestehen....dies öfters getätigt zu haben. Ein Spaß sage ich euch! Meine Faulheit nicht immer zu unterstützend, kombinierte ich die Fahrten mit Wanderungen.
Ideal ausgebaute Wanderwege mit ihren wunderschön mediterran angelegten Bepflanzungen waren durchaus mit Wanderschuhen, wie auch mit Stöckelschuhe belaufbar. Möglich,aber nicht nötig.
Jederzeit konnte man hier oder dort abbrechen...nach Meran mit Bus oder eben auch mit dem Sessellift zurück.
Verrückt an Meran ist, dass ich bei jeder Tages-und Nachtzeit laufen konnte und trotzdem immer wieder andere Eindrücke gewinnen durfte.Das Naturschauspiel mit Fluss,der Dunst am Morgen,die Sonnenstrahlen am Tage, das Einscheinungsbild der umgebenden Berge mal ohne, mal mit Schnee als Hintergrundkulisse: Atemberaubend! Die zahlreichen Cafés und Parkbänke am Fluss entlang laden zum Verweilen ein. Ich hätte die Zeit zurückstellen mögen. Sie sollte niemals vergehen!
Selbst der Fluss ist stets bemüht, niemals eintönig zu wirken. Mal gaaanz ruhig, dann ganz wild: am Gilfklamm. Stellt euch vor...Ich stand auf einer kleinen Brücke, sah bei lautem Getöse, wie sich wütend das Wasser durch eine Felsspalte zwängt. Vor langer Zeit wurde sein ursprünglicher Weg eimal versperrt. Es gab wohl "Reibereien" zwischen der afrikanische und eurasische Platte(Kontinente). Ich stand also auf einer Grenze, die die Natur sich selbst gab.Man nennt sie die periadriatische Naht.

Geocaching macht mir richtig Spaß. Somit stand das Einsammeln einiger Caches in Meran während meiner Spaziergänge ebenso auf der Liste. Auch am Pulverturm.Oder...
da war doch noch...der eine Cache GC1CT4B Der in der Nähe der Parkbank am Kurhaus. Nicht irgendeine, sondern DIE Parkbank.Irgendwo mußte hier ein Versteck sein. Die Suche war nicht einfach,weil...
Nicht mal drei Meter weiter bewegen sich tagsüber sintflutartig strömende Touristenhorden und...
die Krone auf das Häubchen...ein großes Café mit vielen Außensitzplätzen genau gegenüber. Man sollte nämlich wissen, daß...eines der obersten Regeln bei Geocaching ist, sich beim Suchen und spätestens beim Finden eines Caches sich nicht von so genannten Muggels(Nicht-Geocachern) erwischen zu lassen.

Fazit über Meran: Schönes Städtchen!
Viel Spaß beim Video anschauen....
Grüßle von Marie aus "unsereKünstlerVillaManu-Mimi-Marie"
Ich bedanke mich für die Gemafreie Musik von www.cayzland-music.de

Sonntag, 1. März 2015

Und, wie war dein Sonntag?

Liebe Leser, es gibt die Lese- und die Mithörversion .So, wie ihr es euch beliebt.Viel Spaß...
Du fragst..."Und, wie war dein Sonntag?"
Mein Sonntag? 
Unbewußt kratze ich mich am Kopf. Grübel, grübel und studier. Wie soll man einem Nichtbeteiligten dies immer nur erklären. Okay, ich gebe ja zu, daß ich bestürzt feststellen muß…eben noch selten IRGENDWOHIN zu gehen. Sofort hinterfrage ich mich ernsthaft, warum mich das nicht stört. „Zumindest sei dies nicht gesund!“ höre ich in Gedanken die Mutter belehrend antworten.
Mit einer schnellen Handbewegung, schein ich die Worte hinwegschieben zu wollen. Rufe stolz in mein kleines Wohnreich aus: „Ist mir doch egal, was andere meinen. Ich fühle mich wohl hier. Setz dich Marie, mach dir eine Kerze an und lese, schreibe, male, handwerkle. Alles was dein Herz begehrt. Mach so weiter, so wie es dir bisher in den Sinn kam!“ Man sollte sowieso mehr auf seine innere Stimme hören. Gesagt und getan! Jeden Sonntag. 
War es gestern anders, fragst du?
Gut, gestern hab ich mich dann doch endlich zu einem Abendspaziergang durchgerungen. Mich mit wehendem Blick von meinem Stapel Bücher verabschieden müssen und regelrecht hinaus gezwungen. Erst mit dem Kopf schüchtern durch einen Türspalt zur Straße geschaut. Dann saghaft ein Fuss, dann der nächste. Quälend langsam durch die Tür gezwängt. Noch im schützenden Türbereich tief Luft holend. Und, was sagt meine innere Stimme jetzt? Sekunden stehe ich da, still und horche in mir hinein. Siehe da, es formt sich ein kleines Lächeln in mein Gesicht, was sich schnell im Kopf zu einer großen Vorfreude entwickelt. Jetzt erst, mutig schnellen Schrittes weitergehend….

Einige Stunden später…Und, wie war es...fragst du.

Nun, alles daheim wie eben verlassen. Da liegen sie, meine Bücher. Das Tintenfass. Meine Schreibfedern. MEIN LIEBLINGSSESSEL!
Einbildung oder nicht?! Meine gemütliche Leseecke scheint mich herzlich und warm zu begrüssen. Aber dennoch beobachtet mich mein stolzes Erbstück schräg aus der Ecke unverhohlen. 
Diesen Zustand als Frage interpretierend kommt es flink über meine Lippen: „Keine Sorge,du bist und bleibst MEIN ZU HAUSE! Darum sei nicht beleidigt. Aber da draußen ist es auch sehr SCHÖN. So, wie bei dir.“
Das...war mein Sonntag.
Bericht von Marie aus "UnsererKünstlerVillaManu-Mimi-Marie"

Anmerkung von Mimi über Marie: Übrigens, sie hat wirklich allerlei Schreibgeräte (Federn usw.) und mehrere Tintengläser mit verschiedenen Farben.Sie sagt immer, daß ich es mal ausprobieren sollte. Es soll ein ganz  anderes Schreibgefühl sein.....mmhh. Da zieh ich doch lieber meinen Kuli vor.....Kicher. Grüsse aus der Villa von uns Dreien.

Montag, 19. Januar 2015

Weimars Sehenswürdigkeiten/Goethe-und Schiller-Archiv

Schon mal was von "Memory of the World" (MOM-Gedächtnis der Welt) gehört? Die UNESCO hat 2001 Goethes Nachlass ins kulturelle Gedächtnis der Menschheit aufgenommen, was wiederum im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar aufbewahrt wird. Es ist das älteste deutsche Literaturarchiv. Außer von Goethe und Schiller sollen es 130 Nachlässe sein, 14 Archive von Vereinen, Gesellschaften, Verlagen und eine ansehnliche Autographensammlung von 3000 Autoren.Genaueres siehe-->Link
Es ist kein Museum,sehenswert ist es aber trotzdem.Letzendlich kann man nicht viel berichten. Der Spaziergang zum Gebäude ist anregend, mein Ziel ist über den Dächern immer zu sehen, darum auch ohne Stadtplan zu finden.
Wenn man es korrekt nimmt, durchläuft man das majestätische Gebäude in 10min.
Mit der empfehlenswerten Tour per  AudioGilde (für 1€) werden es 30min.
Bestaunt man zusätzlich die ständig wechselnde Ausstellung kann es 1Stunde werden.
Wenn man sich wiederum durch ein Gespräch mit einem Mitarbeiter aufhalten läßt, können es Stunden werden. So geschah es mir.
Ach, so ein Schwätzchen im Foyer,da erfährt man...
daß die Wände und Decken in 3-erlei Weiß gestrichen sind. Darum kommt der Stuck so wunderbar zur Geltung. Die elegante Schlichtheit bringt eine einzigartige Stimmung hervor.
oder...
Der Brand der Amalia Bibliothek 2004 war und ist sehr schlimm, aber ein "Glücksfall" für das Archiv. So wurde hier intensiver über Gefahren nachgedacht.
oder...
daß es beinahe eine andere Katastrophe entstehen hätte können.Ein Autotransporter nämlich. Beim Betrachten der Bilder schrie ich entsetzt: "Oh je wenn das ein Öltanklastwagen gewesen wäre! Katastrophe Nummer 2 in Weimar." Bilder sehen? Siehe -->Link.
oder...
manch kleine Anekdote von Besuchern, wie... Hilferufend fragte einer nach, ob man dies beweisen könnte,daß er ein Nachfahre Schillers sei. Ein anderer bringt einen unscheinbaren Zettel, und wollte die Echtheit überprüft bekommen. Erlebnisse eben, die sich in anderen Archiven ähnlich zutragen, aber hier durch die Berühmheiten einen höhere Stellenwert erhalten können.

Draußen war es bitterkalt und drinnen verbrachte ich anregende Stunden in diesem schönen Gebäude. Beim Hinausgehen nochmals schnell ein Foto mit dem erhabenen Gefühl....wow...unter meinen Füßen, tief in der Erde...in den Magazinen sind unschätzbare Werte gelagert. Werte für die gesamte Menschheit eben.Wow!
Zum Schluß empfehle ich das ImageVideo vom Archiv. Viel Spaß beim Anschauen.
Grüße aus "UnsererKünstlerVillaManu-Mimi-Marie". Bericht von Manu.
Weitere Beiträge:
Weimars Sehenswürdigkeiten/Spaziergang durch den Ort -->Link
 Sehenswürdigkeiten Weimars/ Goethes Wohnhaus +Nationalmuseum -->Link
Sehenswürdigkeiten Weimars/Schillers Wohnhaus -->Link

Sonntag, 18. Januar 2015

Sehenswürdigkeiten Weimars/ Goethes Wohnhaus +Nationalmuseum

Goethes Wohnhaus in Weimar:
Im Oktober 2014 berichteten wir von herrlich inspirierenden Städte wie Herculaneum oder Pompeji. Siehe unseren -->ItalienBericht
So muß es wohl auch Goethe ergangen sein, denn kurz nach seiner Italienreise baute er sein Wohnhaus um. Wo vorher kleine Räume mit kleiner Treppe...entstand nach seinen Plänen ein großzügiges Treppenhaus im antiken Stil mit geringen Treppenabsatz zum "...damit nicht müd wird auf- und abzusteigen"(Zitat Goethe). Reumütig muß ich bekunden, nämlich: "...dies tat ich auch! Rauf und runter, mit und ohne Kamera, genussvoll, feierlich, erhaben. Möglichst leise vor mich hinsagend...Hier würde ich auch gerne wohnen! Albern? Ich konnte gar nicht anders, weil ich mich stark auf meine eigene Italienreise entsann. Beispielsweise in einer Villa in Herculaneum reizte mich dies ebenfalls ungemein. Nur hat mich brav, wie ich bin, eine Absperrung(Kette) daran gehindert" (Zitat Manu)
Neugierig auf das Treppenhaus? Mehr im --> Video von der Klassik Stiftung Weimar.
Als Appetithäppchen oder als Rückbesinnung, aber niemals als Ersatzbesuch(!), empfehle ich den Rundgang per Mediengilde auf der Homepage (rechter Seite) -->Link
Goethe Nationalmuseum in Weimar:
Einen Einblick in Goethes Leben und Wirken in Weimar gefällig? Dann empfehle ich dieses -->Video von der Klassik Stiftung Weimar.
Meine Eindrücke:
Goethe war ein vielseitig interessierter Mensch. Seine Auffassung von "...einem lebenslangen Lernen" ist in jedem Winkel seines Hauses zu spüren. Faszinierend! Ein Blick ins Arbeitszimmer hat etwas ...XXX (sorry,kein deutsche Wort gefunden).
Und er wurde nicht als unnahbar oder als Art Gott dargestellt.Ganz im Gegenteil. Ich konnte mich an so vielen Bereichen seines Lebens oder auch Wirkens identifizieren.Da wäre die schon erwähnte Italienreise, die Zuneigung zu Charlotte von Stein...übigens besaß er bis zum Tode eine Haarlocke im Couvert von ihr.
Die Frage ob eine Kindsmörderin die Todesstrafe erhalten soll? Im Stadtarchiv von Frankfurt/ Main könnte man 130 Regalmeter Akten studieren über die Frankfurter Strafjustiz ab dem 16.Jhd. Jetzt kommts...darunter auch die von Susanna Margaretha Brandt. Na? Daraus ergibt sich die Gretchenfrage,ob wirklich jeder Bundesbürger das Gretchen aus "Faust" kennt? Oder ersatzweise eine aus dem 21.Jdh.? Wobei ich es nicht unterlassen kann, die Frage zu stellen: Wo ist der hundsgemeinen Hans, Franz oder wie sie alle heißen? Sei er nicht der wahre Verbrecher?
Fakt ist...Goethe ganzheitliches Interesse spiegelt sich in seinem Wohnhaus und im Museum wieder.
Fazit:
Fahrt selbst nach Weimar. Nehmt euch unbedingt mind. 3Tage Zeit und schaut, lest, lasst euch inspirieren. Die Museen sind nach modernstem Stand und sehr wissenwert aufbereitet. Selbst der ahnungsloseste wird hier einiges an Wissen gewinnen.
Und....im besten Falle sogar noch Hunger auf MEHR bekommen.

Bericht aus der "KünstlerVilla Manu-Mimi-Marie" von Manu.
Weitere Berichte über Weimar:
Weimars Sehenswürdigkeiten/Spaziergang durch den Ort -->Link
Weimars Sehenswürdigkeiten/Goethe-und Schiller-Archiv -->Link 
Sehenswürdigkeiten Weimars/Schillers Wohnhaus -->Link

Samstag, 17. Januar 2015

Sehenswürdigkeiten Weimars/Schillers Wohnhaus

Eine Frage: Warum reizt es uns fremde Wohnungen anzuschauen?
Ist es immer noch, dieses verfluchte "vergleichen"? Mal sehen, ob er schöner, eleganter wohnt als ich? Hier...mein Auto, mein Haus, mein Swimmingpool...und so weiter. Den Werbeslogen...über den jeder lacht, aber dennoch als dominantes Lebensziel festhält?
Ich hätte gedacht, daß ich das schon längst überwunden hätte. In unserer Villa herrschen ganz andere Regeln: Alle für einen, einer für alle! Okay, aber warum reizt mich es dann immer noch fremde Wohnungen zu beäugen?
Nur die Neugierde!? Zugegeben, eine Wohnstätte sagt schon viel aus, über einen Menschen. Man sagt : "Zeig mir deine Wohnung und ich weiß, wer du bist." Dabei bin ich gar nicht der typische Frauenzeitschriftblätterer.  Nicht mal im Warteraum meines Zahnarztes! Aber...
so eine Wohnungseinrichtung ist spannend. Tatsache ist und das kannste glauben: Kicher. Die erstbeste Möglichkeit "Komm herein!" und schwups...Da kommt meine Neugierde schneller als meine Füße hineinstolpern können.
Eindrücke beim Besichtigen bleiben internsiver haften...ah ja, ich erinnere mich gut an:
Wolfgangs Amadeus Mozarts wahrscheinlich teuerste Wohnung, die er sich je leisten konnte. siehe meinen--->WienerBericht.
Mitsamt diesen Überlegungen ging ich nun hinein ins Schillerhaus. Das erste Wohnhaus in Weimar, was ich besichtigen wollte. Ein Tag später stand Goethes auf meinem Wunschzettel.
Im Nachhinein kann ich berichten, daß die Reihenfolge der Besichtigungstour perfekt war.
Denn, wenn ich Schiller`s schön fand, Goethe`s fand ich noch prächtiger. Naja, kein Wunder. Goethe hatte einen besseren Start im Leben und ein finanziell gut gestellten Posten in Weimar.
Jedes Kind in Baden-Württemberg weiß, daß Schiller aus  Stuttgart vor seinem Landesherr Carl Eugen floh. Er hatte ihm das Schreiben verboten, kurz zuvor wurde er bekannt durch sein Drama Die Räuber. Kein Geld, als Desserteur auf der Flucht, so verließ er sein Vaterland und noch schlimmer seine Familie.
Was hätte ihm wohl drohen können? Die berüchtigte Festung Hohenasperg? Übrigens, das Gefängnis kann man heute noch besichtigen (siehe meinen -->Bericht)
So ähnlich,Gedanken versunken, lauf ich durch das Schillerhaus. Nur wenige Jahre,nachdem er dieses Haus kaufte, starb er in seinem Arbeitszimmer.
Ansatzweise kann ich in der mittleren Etage die Entstehungsgeschichte seines letzten Dramas Wilhelm Tell mitverfolgen. Anhand von Dokumenten wird erläutert, wie ernst er die historische Vorlage studierte. Das alles ohne Internet? Herrje! Erst als er meint sich auszukennen, begann er die Vorlage zu einem Drama zu verarbeiten. Wilhelm Tell ist ein interessantes Thema. Zum Beispiel wurde es am Anfang von den Nationalsozialisten als "Führerdrama " missbraucht. Aber ab 1941 wurde es von Hitler persönlich verboten. Da kann ich nur sagen. "Kommt immer auf die Sichtweise an" eines meiner Lieblingssprüche.
Das schönste an einem Museum ist, daß man Stoff zum Nachdenken findet. Das war so auch.
Schreibwerkstatt im Schillerhaus
Schreibwerkstatt/Sandstreuer
In diesem Sinne möchte ich meine anderen Weimarerlebnisse vorstellen:
(1)Weimars Sehenswürdigkeiten/Spaziergang durch den Ort -->Link
(2)Sehenswürdigkeiten Weimars/ Goethes Wohnhaus +Nationalmuseum -->Link
(3)Sehenswürdigkeiten Weimars/Goethe und Schillerarchiv -->Link

Weimars Sehenswürdigkeiten/Spaziergang durch den Ort

Städte wie Hamburg, Berlin, München, Dresden...diese muß man als Deutscher kennen, daß ist schon wahr. Aber Weimar, ein winziger Punkt auf der Landkarte, was soll ich da?
Stimmt, beim Betrachten einer Deutschlandkarte liegt er mitten im Herzen Deutschlands.
Ach, diesen Ort kann ich immer noch besuchen, fahren wir lieber nach Kairo....
Ich gebe zu, auch ich habe so gedacht bis ich unverhofft für 3 Tage dort "notstrandete". Warum? Wegen Georg und Purzel - die beiden Schlawiner! Mehr im --> Video
 
Ich genoss also "gezwungenermaßen" die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre des kleinen Städtchens und bin begeistert...Weimar trug ein so wichtiges Kultur-und Gedankengut vor langer Zeit. Erstaunlicherweise ist dies immer noch präsent. Anhand gut erhaltener Gebäude und nicht zuletzt mit Hilfe modernster Museumskonzepte wird einem das schnell bewußt.Wow..!
Weimar hat ein vielseitiges spannendes Geschichtspotenzial. Ähnlich wie in Nürnberg, nur Nürnberg hat 8mal mehr Einwohner. Ganz paradox, du läuft durch ein kleineres Städtchen, was aber bedeutender ist als Nürnberg und Co. He, aber nichts gegen Nürnberg. Eine schöne Stadt! Ich berichtete 2013 -->LinkvonMai und -->LinkvonSeptember .
Ich laufe also eines späten Nachmittags durch die Innenstadt. Da hat der gewohnt, dort geschah dies, beachten sie bitte dieses Gebäude und jenes. Schnell gleitete ich in einen Sog hinein. Ständig prasselten interessante Fakten, Brocken aus Literatur und Kultur, bekannte Namen aus den verschiedensten Epochen "hernieder"(würde Goethe schreiben). Lange Bitten war nicht nötig,ich vertiefte mich die folgenden 2 Tage in:
(1)....mittelalterliche Zeiten:
Übrigens 1628 gestand der Landesvater Herzog  Johann Friedrich von Sachsen-Weimar im Kerker, daß er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hätte. Einen Tag später wurde er tot in der Zelle aufgefunden.Es kam nicht zu einem Hexenprozeß.Also auch Adlige.Aha, ich mußte mein Bild von Hexenverfolgungen revidieren.
(2)....das "goldene Zeitalter" der Weimarer Klassik:
entwickelte sich durch die musischen Interessen der junge Witwe Herzogin Anna Amalia und deren Sohn Prinz Carl August.
Na, die Schreckensbilder 2004 von der Brandnacht der Amalia Bibliothek kennt wohl jeder. Spätestens ab da auch die Bibliothek. Genau in diesen und den umliegenden Gebäude Weimars versammelte sich die Elite aus Kultur und Wissenschaft.Zum Beispiel.Wieland war der Erzieher und Lehrer von dem zukünftigen Herzog Carl August. Goethe wohnte 50 Jahre und Schiller seine letzten Lebensjahre in Weimar. Bilder-->Abendgesellschaft der Herzogin Anna Amalia symbolisieren den freien Geist. Ihr Sohn tat es ihr später gleich. Erstaunlich, die Gelernten in dem kleinen Herzogtum mit weitaus weniger Haushaltsgeld als anderswo halten zu können. Oder gerade deshalb?
Selbst von der Gemählin Carl Augusts, Herzogin Luise, sei überliefert, daß sie sich gegen Napoleon gestellte haben soll, um weitere Plünderungen in Weimar zu vermeiden.Und dann gibt es noch das Haus der Charlotte von Stein. Briefe von Goethe an Charlotte "...meine Schwester oder meine Frau...".Bemerkenswert finde ich,daß man sie nach 230 Jahren noch lesen kann (und darf. Privatphäre?!)Kleine Kostprobe-->Link. Wo, liebe Leser sind unsere Liebesbriefe? Etwa in Emails, in WhatsApp Nachrichten...weg für immer. Ist das gut oder schlecht?
(3)...Später macht Weimar durch das "Silberne Zeitalter" von sich reden.(Franz Liszt, Richard Wagner)
Übrigens...ein Jahr versuchte sich hier Marlene Dietrich im Geigenunterricht, bevor sie ein UFA Star wurde.
(4)...die Zeit der Weimarer Nationalversammlung. Die Hoffnung auf einen Neubeginn in Deutschland nachfühlbar in einem Stummfilm(zu sehen im Stadtmuseum), wie Stolz  die Abgeordneten vor der Kamera posieren bevor sie ins Deutschen Nationaltheater hineingehen.
Wenn sie wüßten, wie sich Deutschland entwickeln wird...denke ich dabei.
Zwei Schritte weiter liefert das Stadtmuseum gleich ein Beispiel.DAS BERÜCHTIGT -->BadehosenFOTO von 1919 und deren Auswirkungen wäre schon eine dieser Entwicklungen. In der Zeitung ist der gerade vereidigten Reichspräsidenten Friedrich Ebert zu sehen. Gestern wie heute. Die Macht der Medien.
(5)...Ein dunkles Kapitel wäre die Zeit der Nationalsolzialisten. In und um Weimar. Ein Rundgang durch Weimar, so entdecke ich
hier war ein Judenhaus(Ghettohaus) Brühl 6,Weimar .Und dort war das Gauforum. KZ Buchenwald habe ich als Jugendlicher noch in Erinnerung. Pflichterfüllend, dem Gehorsam durch sozialistische Erziehung eingetrichtert bekommend, wurden wir im Klassenverband über die schrecklichen Taten der "Kapitalisten" an den Juden aufgezeigt. Nur, damals wurde nichts erwähnt von einem Speziallager, was unsere "sowjetischen Brüder" bis 1950 betrieben.
Übrigens...gab es den Lampenschirm aus Menschenhaut wirklich? Hier -->mehr dazu.
Kennst du von Häftlingen bezeichnete ironische gemeinten Ausdruck--> "Goethes Eiche"?
Und so weiter und so weiter...so verbrachte ich 2 Tage mit lesen, recherchieren, Museen besichtigen,spazieren gehen.
Kurzum: Weimar ist sehenswert!
Darüber hinaus regte es mich an, über all diese Facetten unserer Geschichte und deutschen Literatur intensiver nachzudenken. So ergab es sich, daß ich nach dem Besuch ständig in Bibliotheken anzutreffen war und bin.Oder kennst du die Geschichte von Faust noch? Sind die Werke von Goethe und Schiller echt nicht nur erfundenes Zeugs, sondern historische Begebenheiten? Handschuh zum Beispiel?Solch alte Schmöker. Brauchen wir das fürs 21.Jhd.noch? Schiller war gefeiert von den Nazis, sein Drama "Wilhelm Tell" gar als "Führerdrama" betitelt, aber  ab 1941 wurde es verboten.Warum wohl?
Weimar symbolisiert anschaulich vielseitige deutsche Geschichte, darum würde ich neben  einem Reiseführer, zusätzlich auf ein anderes Buch verweisen: "Zeitreisen zu Fuß in Weimar". Hier gehts um wissenwerte Fakten, Anekdoten, aussagekräftigen Bildern,Textausschnitte rund um Weimar.
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Unterkunft:
Mein Hostel empfehle ich gern weiter (eigenwillige individuell Gestaltung der Zimmer, Gemeinschaftsküche, angenehme unkomplizierte Atmosphäre,beste Lage, nettes Personal). Es war mir ein Vergnügen zwei Nächte übernachten zu dürfen.-->Hostel Weimar
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In weiteren Beiträgen berichte ich mehr über
(1) Goethes Wohnhaus mit Goethe-Nationalmuseum siehe -->ManuLink
(2) Schillers Wohnhaus mit Schillermuseum siehe -->ManuLink
(3) Schiller-und Goethearchiv siehe -->ManuLink

Freitag, 16. Januar 2015

Auf und davon!(Georg und Purzel)

Es begann wie im Märchen.
"Es war einmal" nein eher so:
Da wollten zwei auf Reisen gehen.
Sie schlichen sich aus unserem Haus.
Der EINE besorgte das Ticket.
ER war es...der stundenlang aus dem Zugfenster schaute.Die echte Welt da draußen war viel zu spannend für ihn.
Anfangs fand der ANDERE die Fahrt genauso aufregend. Um so mehr als...
er den Reizen einer eleganten Damenledertasche erlag. Dabei soll er sich wohl ziemlich albern verhalten haben, wenn ich den Beschreibungen des Ticketkäufers überhaupt noch glauben mag.
So verging der halbe Tag.
Beide stiegen mal in den einen Zug,dann wieder in einen anderen.
Irgendwann plagte dem ZWEITEN aber doch das schlechte Gewissen.
Jesses!Einfach so ausgebüchst zu sein...

Nach einigem Bitten sendete der ERSTE folgende Botschaft an uns:
Hey, Manu Mimi Marie!
Übrigens, wir sind hier! Ratet mal wo.
Könnte uns jemand abholen?
Grüße von Georg und Purzel
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Anmerkung von uns DREIEN
Manu Mimi und Marie.
Dürfen wir  vorstellen unsere Flüchtlinge:
Der eine war Purzel unser WohngemeinschaftsPC und treuer ReiseComputer.
Der andere war Georg ein neues Mitglied nämlich ein leichter  schlanker ReiseRucksack.
Ab heute in Ungnade gefallenen Reisebegleiter.
Ihr fragt,wo wir die beiden abholen mußten? Tja...Im Video gibt es einen Hinweis und demnächst auch einen weiteren Beitrag,denn Manu hat den Ort dann auch gleich besichtigt.
Anmerkung:
Außerdem hat Manu diese Vorfall zu einem Video inspiriert, viel Spaß beim Anschauen.

Wir bedanken uns für die Gemafreie Musik im Video von www.cayzland-music.de

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der etwas "andere" Weihnachtsmann


Typisch Mimi,
dies sahen wir,
dies fotografierten wir,
dies berichten wir...
Typisch Mimi, so ist unsere Mimi und so lieben wir sie auch.
Mehr dazu im Video.Viel Spaß dabei wünschen
Manu und Marie aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie"

Wir bedanken uns für die Gemafreie Musik im Video von www.cayzland-music.de


Sonntag, 21. Dezember 2014

Chaos kurz vor Heiligabend

Was ist denn hier los?
Bericht von Manu aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie".
Unseren Beinamen VillaKunterbunt triffts heut im besonderen Maße. Nämlich, weil...
Ich war nur eine Woche auf Geschäftsreise. Komme mitten in der Nacht gestern abend nach Hause.Und stolpere über ein wildes Durcheinander im Wohnzimmer. Gewundert habe ich mich schon längst, daß Marie ihren letzten Beitrag über Italien noch nicht veröffentlicht hat...ja...nun wird mal klar warum...
Jesses. Da komme ich mir vor wie eine strenge Mutter, die ihre Kinder rügen muß am Frühstückstisch heute morgen....Jesses.Dabei weiß ich genau, daß beide spannende Projekte derzeit laufen haben, die unsere Leserschaft bestimmt interessieren würden....aber nein...
Was führen Marie und Mimi noch im Schilde? Stück für Stück zwischen Cappuccino und Müsli muß ich erfahren, daß dieses "kreative" Chaos wohl schon seit einer Woche vorhanden sei. Und...daß ich nichts weiter erfahren werden! "Ätsch"...meinte Mimi mit frechem Grinsen im Gesicht
Wobei...dies muß ich zugeben...ähm..mich nicht das Chaos verärgert, sondern eher...ähm(räusper) die sperrlichen Informationen...worum es hier geht= argo neugierig macht und sie mich wohl weiterhin im unklaren lassen wollen.
"Lass dich überraschen...Thema beendet" hieß es nur. Mhhh....
Immer s´diese Heimlichkeiten.Jesses.
Gruß von uns Dreien aus "UnsererChaosVilla Manu-Mimi-Marie"

Sonntag, 7. Dezember 2014

Flashwichteln 2014

Hallo liebe Leser. Hier ist die Mimi.Ihr könnt meinen Bericht lesen oder anhand meines Videos mithören.Viel Spaß dabei....
16 Uhr zur gleichen Zeit: Flashwichteln in fast ganz Deutschland.
20min vor 16 Uhr:
Bin am Treffpunkt Charlottenplatz angelangt. Diesen Ort muß man sich als eine starkreflektierte U-Bahnstation in der Innenstadt Stuttgart vorstellen.Hier bewegen sich Menschenströme links, rechts, kreuz de quer, da sich mehrere U-Bahnlinien in zwei Ebenen und darüber die Hauptverkehrsstraße der Großstadt befindet.
Ich komme also an...und sehe da zwei Männer zusammenstehen. Ich sichte eine große Kamera. Ob die eventuell auch? Nein...noch besser...das sind bestimmt die Initiatoren!
Die Vermutung liegt nahe, weil eben keiner sonst hier steht. Die meisten hetzen durch die Unterführung mit offensichtlich anderen Zielen.
Mein Plan ist schnell geschmiedet...pirschen wir uns den Männern von der anderen Seite heran.
17min vor 16 Uhr:
Ich komme ins Gespräch mit ihnen. Sie sind nicht die Organisatoren. Och,nur die Presse und wissen nicht so recht,ob sie richtig informiert seien.Wir beratschlagen zusammen.
15min vor 16 Uhr:
Ich werde interviewt. Ähm…also,wenn ihr in der Zeitung lesen solltet von mir…Ich bin die Manu von 18Jahren.Räusper…Okay okay, nach der Veranstaltung  revidierte ich mein Alter auf 38Jahren.
11min vor 16 Uhr:
Während wir uns unterhalten…sehe ich plötzlich drei Frauen gegenüber auf der Bank sitzen. Die eine, scheint ein Geschenk hinter sich zu verstecken.Ist das ein ernstzunehmender Hinweis? Immerhin haben wir Advent, Wochenende, neulich Nikolaus, Geburtstage…gibt recht viele Gründe ein Geschenk mit sich zu führen.
9min vor 16 Uhr:
Als ich spontan in die andere Richtung hinter mir schaute, standen schlagartig vereinzelt kleinste Menschengrüppchen verdächtig in einem Radius von 10 m am Treffpunkt. Seltsam, weil es sonst keinen Grund gibt hier stehen zu bleiben,außer…wenn man weiß, daß in einigen Minuten hier etwas entscheidendes passiert.
7min vor 16 Uhr:
Viele Augen schauen zu uns. Denken sie eventuell…wir sind die Veranstalter? Wenn sie wüßten?Denn das gleiche vermuten wir von ihnen. Die drei Frauen gegenüber von der Bank kommen zu uns  rüber.
Wie verläuft die Aktion, wollen sie wissen.
Die Presse nutzte die Situation zu einem weiteren Interview.
4min vor 16 Uhr:
Ich war frei und konnte mich intensiv mit der Frage beschäftigen…Wer hier wohl gibt den angekündigten Startschuss?? Ein Rundblick gibt Gewissheit: Dies fragen sich wohl alle.
1min vor 16 Uhr:
Plötzlich ging alles ganz schnell. Ich fragte eben noch meinen Nachbarn, wie spät es denn eigentlich sei.
Da…ein scheinbar ganz unauffälliges zierliches Persönchen legte ihr Geschenk in die Mitte der Menschenansammlung auf die Erde.Wie? So einfach ?
Nun  kam Bewegung rein. Ja, es hat geläutet, hieß es plötzlich irgendwoher.
Zwar leise,aber sie hat da so ein kleines Glöckchen in der Hand, hörte ich aus der gleiche Ecke.
Langsam,etwas unsicher  stellte jeder sein Wichtelpäckchen in die Mitte und ging zurück. Gemeinsam betrachteten wir unseren Kreis.Kurzes Innehalten.
Unerklärlich...Wir lachten uns an. Dann ein verschwörerisches Grinsen.
Die Situation war urkomisch. Die kleinen und die großen nett verpackten Geschenke auf dem nackten Steinboden mitten in der Unterführung der U-Bahnstation Charlottenplatz in Stuttgart über uns das Menschengewimmel des Stuttgarter Weihnachtsmarktes ,hier zusammenstehend mit fremden Menschen in einem Kreis…also das war schon ein seltsames Gefühl!
Nach dem zweiten Klingelton nahm sich jeder ein anderes Päckchen. Im Tausch.
Was nun? Mein Päckchen wollte ich erstmal nicht öffnen.Die Spannung war vorbei.Aber...
letzendlich kam eine neue Art von Freude hinzu. Das verborgene Geheimnis im Päckchen endlich zu lüften!
Ende?!
Nun denn...das war mein Bericht.Wie wir wissen...beim Happyend wird gewöhnlich abgeblend.
Nicht bei mir! Einige Minuten später…
Entgegen den Regeln eines Flashmops geht man SOFORT auseinander. Ich nicht.Dadurch lernte ich die Initiatorin(das erwähnte zierliche Persönchen) sowie noch anderen Teilnehmer kennen.
UND erlebten:
einen "MiniFlashwichtle".Solidarisch kamen wir einstimmig überein, daß im Schwabenländle nichts verschwendet wird. Somit führten wir mit drei  Nachzüglern,die sich sich verspätet hatten, die
uns nun schon bekannte Zeremonie ein zweites Mal durch.
Geschenke in die Mitte legen. Ein Klingelton. Alle drei durften sich ein anderes nehmen.Verfolgt von unserem Beifall lachten wir abermals verschwörerisch.
Das war ein Spaß!
Gemeinsam beschlossen wir…wir sehen uns wieder. Nächstes Jahr. Flashwichteln 2015.
Bericht von Mimi aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie"

Montag, 1. Dezember 2014

Nimm dem Künstler...und warte was passiert.

Neues aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie": Marie's Brief an einen Leser,den wir nach eingehender Beratung als Teilauszug veröffentlichen möchten, um unsere geringen Beiträgen dieses Jahr erklären zu können:
"...mein Schreibstil, den ich schmerzlichst vermisste. Vor einem Jahr gab es einen Vorfall in unserer Villa, die uns alle Drei zugleich...somit auch mich lähmten. Körperlich begannen wir uns schnell durch unser Gemeinschaftsempfinden zu erholen. Aber innerlich war etwas zerbrochen. Keiner sprach darüber, aber alle spürten es. Uns fiel es schwer, die Worte zu finden, um es zu beschreiben.
Worte, die wir auch in unserem Tagebuch plötzlich nicht mehr fanden. So vergingen die Monate in unserer Villa. So hatte auch ich...ein ganzes laaannges Jahr eine entsetzliche Schreibblockade...(nimm dem Künstler seine heiligen Instrumente weg und warte was passiert: das reine Entsetzen! Etwas später kommt die Ohnmacht.
Halte inne, lieber Leser!...und überlege für dich, was Oohhnmacht bedeutet.
Spürst du es? Fühlst du es? Siehst du es?
Du kannst an deiner Lage NICHTS ÄNDERN....oder doch?!
Vielleicht ist es wahr? Vielleicht kannst nur du selbst es ändern?
Nur du selbst…Nur du selbst…Du hast das Gefühl dich im Kreis zu drehen und kommst doch nicht von der Stelle.
Ein ganzes Jahr war das zwanglose Lachen in unserer Villa verschwunden. Verschwunden war auch die Hoffnung. Oder doch nicht? Ganz tief in uns war die Hoffnung niemals vergessen.
Nun denn…
seit ein paar Wochen spüre ich wie ein zartes Pflänzchen heran wächst. Ich wage es kaum auszusprechen. Ich will es nicht erschrecken. Mein lang vermisstes Schreibbegehren!
Seit ein paar Wochen entwerfe ich wieder Texte, Briefe.So, wie jetzt auch an dich.
Ich gehe zu interessanten Veranstaltungen und merke neuerdings auf dem Heimweg etwas reifen...
in mir...in meinem Kopf. Plötzlich sind Wörter da. Sachte bilden sich Sätze und komplette Texte.Ich will über das Erlebte berichten.Und spüre meinen Schreibtrieb wachsen. Ich fühle es.
Und dennoch wage ich mich nicht zu freuen...
Langsam… nur langsam...kommt das warme Licht in unser Haus zurück. Endlich!
...So wunderbar! Wir werden wieder eins DIE WÖRTER UND ICH..
Eine Geburt erschaffen aus einer Krise, aus der Asche...einer Katastrophe.
So, wie sich ein zarter Flechtenteppich am 200 Meter langen Abgrund des Vesuvs ausbreitet...
Ich habe es gesehen vor 6 Wochen in Neapel. Wenn die Natur nach einem schrecklichen Vulkanausbruch so etwas erschaffen kann...dann ist es doch möglich?! Oder nicht?
Ja, du siehst es selbst.Ansonsten wäre dieser Brief NIEMALS GESCHRIEBEN WURDEN.
Liebe Grüße von Marie aus "UnsererKünstlerVillaManu-Mimi-Marie"

Nachtrag von Manu und Mimi:
Wir danken, den Worten von Marie und sind erfreut, daß es uns allen ähnlich ergeht.
Möge, alles zum Guten sich wenden.
Und möge viele Menschen die Hoffnung nie verloren gehen.
Es lohnt sich daran zu glauben.

Samstag, 18. Oktober 2014

Sehenswürdigkeiten Neapels/Der Vesuv

Der Vesuv fasziniert nicht nur durch seine Größe, Gefahr und Schönheit...sondern auch das Schicksal der Bewohner jeder Epoche (zB. Nola ein Dorf aus der Bronzezeit) sind eng mit dem des Vulkans verbunden. Heute noch existiert eine Marmorplatte aus dem Jahre 1632 in Portici mit folgender Warnung: (nach einem Ausbruch 1631 mit 4000 Toten): "Früher oder später entflammt er wieder, doch zunächst zittert er, stöhnt und erschüttert den Boden" „So du klug bist, höre diesen dir rufenden Stein! Kehre dich nicht an den Haus, nicht an den Vermögen! Zögere nicht, fliehe!“...könnte man als ersten Beleg eines Zivilschutzprogramms werten.

Laut Wikipedia schrieb 20. März 1787 Johann Wolfgang Goethe auf seiner Italienischen Reise : „Wir versuchten noch ein paar Dutzend Schritte, aber der Boden ward immer glühender; sonneverfinsternd und erstickend wirbelte ein unüberwindlicher Qualm. Der vorausgegangene Führer kehrte bald um, ergriff mich, und wir entwanden uns diesem Höllenbrudel.“
oder...
Herr Thomas Cook (heute ein bekannter Name)beteiligte sich 1888 an der Vesuv-Bahn und am Tourismus.
Wie uns wiederum  Otto Julius Bierbaum 1903 in seinem Reisebuch (dem ersten Autoreisebuch der deutschen Literatur) berichtet:„Neapel, den 19. Juni 1902. Der Vesuv raucht noch immer nicht, und ich werde mich sobald ich ausgehen kann, bei Herrn Cook beschweren. Ich verlange ja keinen direkten Ausbruch, aber bloß so dazustehen wie jeder andere Berg, ohne die geringste Rauchsäule.......entschieden zu wenig."
Begeistert lese ich (weil vergleichbar mit meinen eigenen Erfahrungen) bei Wikipedia weiter:"DieBesteigung folgte seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einer festen Route, einem der ersten touristischen Massenpfade. Bereits 1829 beklagte Wilhelm Waiblinger, der Berg sei überlaufen. Die Touristen bestritten den Weg von Neapel zum Fuß des Berges mit der Lohnkutsche, ab 1839 mit der Eisenbahnlinie Circumvesuviana nach Resino, dem heutigen Ercolano. Von dort ging es mit Esel, Maultier, Pferd oder zu Fuß weiter."

Fazit: Ganz klar... der Vesuv gehörte bereits seit Jahrhunderten zur Grand Tour der gehobene Klasse als Pflichtbesuch. Da reihe ich mich gerne in die Prominentenliste ein und berichte aus dem Jahre 2014:
Gefahren bin ich ohne Esel (lach) ebenso mit der Circumvesuviana nach Ercolano. Während Menschenströme aus dem Bahnhofsgelände hinaus eilen wird einem laut per Zuruf ein Vesuvio Express Bus zum Vesuv angeboten. Die Hin-und Rückfahrt incl.Eintritt kostet „twenty“ Euro.Zunächst suchte ich verzweifelt nach einem im Reiseführer erwähnten Linienbus. Ich wollte kein „twenty“ Euro ausgeben. Tja, ich entdeckte nirgendwo einen einfachen Bus in Richtung Vulkan, darum bezahlte ich mit saurer Miene “twenty“ für den Shuttlebus, wobei ich während der Fahrt feststellen mußte...diese Strecke hätte ich mal eben nicht kurz per Fuss laufen können.
Trotzdem frage ich mich,wie dann in einer kleinen Broschüre aus dem Touristikbüro in Sorrento vermerkt wird, daß es 15 Wanderwege gäbe. Wo waren die nur?
Generell muß ich meckern,daß Individualurlauber in Neapel und Umgebung wohl ungern gesehen werden.Deshalb die schlechte Beschilderung? Ob der Massentourismus per Bus und Schiff dem südlichen Italien so viel umweltfreundlicher ist? Darüber habe ich mit Entsetzen ja schon aus Sorrento berichtet.-meckern Ende-
Wer einen einsam gelegenen Vulkan sucht, ist hier falsch. Gruppen werden in Busladungen mit begleitendem Hupkonzert bis zum letztmöglichen Parkplatz herauf gejagt. Per Fussmarsch gehts weiter bis ganz hoch. Dazwischen gibt es drei Imbiss- und Souvenirläden.Trost:...meine Reisezeit im Oktober war perfekt,weil wenig Besucher. Je höher,um so karger die Erde. Fumarole zeugen,daß er nur schläft nicht erloschen ist.
Einige Tage zuvor besichtigte ich Pompeji/Herculaneum. Die fatalen Auswirkungen eines Ausbruchs habe ich gesehen. Auf Bildern kennt sie jeder, aber es live zu sehen beeindruckt umso mehr. Am Abgrund des Vulkans stehend mit dem Wissen der Gefahr im Kopf...während der Wind einem um die Ohren blässt, schaue ich unwillkürlich Richtung Neapel und...erinnere ich mich an Entdeckungen tief unter dem Castel Nuovo, daß die Lawa nachweislich schon einmal Neapel erreicht haben. Damals war es keine Millionenstadt.Aber heute...
Zusammenfassend.
Der Ausblick ist überwältigend. Man sieht in der einen Richtung Neapel, die Campi Flegrei mit dem Cap Miseno und die Inseln Ischia und Proicida. In die andere Richtung - wenn man denn weiter wandert - sieht man Pompeji, die Sorrentinische Halbinsel und die Insel Capri. Und der Blick in den Krater hinein - 200 m tief - ist beeindruckend. (Gesamtdauer ca. 2-3h)
Vesuvio Express Bus:
Er fuhr ständig, wenn ein paar Mitfahrer zusammen kamen. Die Fahrt war kurvenreich und zog sich in die länge.Am obersten Parkplatz vor dem Eingang zum Krater angekommen, war Treffpunkt für die Rückfahrt 90min später.Danach kann man alleine mit Eintrittskarte zum Krater weiterlaufen. Führer wird nicht benötigt, denn es gibt nur einen Weg…und zwar immer höher. Nicht zu verfehlen.
Weitere Berichte sind:
Sehenswürdigkeiten Neapels/Pompeji siehe -->Link
Sehenswürdigkeiten Neapels/Sorrento und Umgebung siehe -->Link
Sehenswürdigkeiten Neapels/Herculaneum siehe -->Link
Bericht von Marie aus "UnsererKünstlerVilla Manu-Mimi-Marie"
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Ich bedanke mich für die Freigabe der Musik für mein Video.
Gemafreie Musik www.cayzland-music.de